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FF Ko Brand

Am Samstagmorgen um 11:35 Uhr meldeten Bauarbeiter von der Baustelle am Schwaketenbad, das Flachdach wird saniert, dass es zu einem Feuer im Dachstuhl gekommen ist. Die anrückenden Kräfte der Feuerwehr stellten bereits auf der Anfahrt ein massives Feuer aus dem Dachstuhl fest.

 

Daraufhin wurde die Alarmstufe erhöht und weitere Kräfte aus dem Stadtgebiet alarmiert. Die Bediensteten des Bades konnten ca. 50  Badegäste unbeschadet aus dem Bad ins Freie bringen. Kurzfristige war noch eine Person vermisst, diese hatte sich in ihre nahegelegene Wohnung zurückgezogen. Der mitalarmierte Rettungsdienst kümmerte sich um die nur mit Badekleidung bekleideten Badegäste.
Die Feuerwehr setzte mittlerweile auf der Südseite des Bades zwei Drehleitern zur Bekämpfung und Eindämmung des sich rasch ausbreitenden Feuers ein. Im Bereich des Haupteinganges auf der Nordseite ging eine Löschgruppe mit tragbaren Leitern unter Atemschutz über ein Flachdach vor.
Die eingesetzten Strahlrohre zeigten rasch Wirkung. Das Feuer konnte eingedämmt werden. Das  gesamte Bad war verraucht. Die Badegäste konnten nicht an die Umkleideschränke  und somit nicht an  Ihre Kleidung, Schlüssel und sonstiges. Sie mussten ca. 3 Stunden warten bis die Feuerwehr unter Atemschutz die Kleiderschränke öffnete und die Utensilien heraus brachte.

Die ab 13:30 Uhr beginnenden  Nachlöscharbeiten gestalteten schwierig, da in dem etwas älteren Dachgeschoss des Schwaketenbades vermutlich Asbest verbaut ist.  Entsprechend vorsichtig wurde unter Atemschutz und Schutzkleidung vorgegangen. Bei Sommertemperaturen  von 36 Grad  benötigten die Einsatzkräfte  viele  Getränke, damit der Wasserhaushalt im Gleichgewicht gehalten werden kann. Ein örtlicher Getränkehändler konnte kurzfristig Getränke liefern.

Im Einsatz waren die Feuerwehr, der Sanitätsdienst und die Polizei. Die Kreisbrandmeisterin der Oberbürgermeister sowie die Fachabteilungen der Stadt  waren ebenfalls vor Ort.
Die Schadensursache wird von der Polizei untersucht. Über die Schadenshöhe kann derzeit noch nichts ausgesagt werden.  Zum Zeitpunkt der Meldung war der Einsatz noch am Laufen.

Weitere Lage:

Bei den Nachlöscharbeiten wurden Kräfte des THW zur Einsatzstelle hinzu gezogen. Diese kamen mit einem großen Greifbagger und öffneten die Dachhaut. Gegen 18:30 Uhr erfolgt völlig unerwartet eine komplette Durchzündung des gesamten Dachstuhles. Innerhalb weniger Minuten stand das gesamte Gebäude in Flammen. Die bereits erschöpften Konstanzer Feuerwehrleute wurden wieder
alarmiert. Eine weithin sichtbare Rauchwolke zeigte den Weg zu der bereits bekannten Einsatzstelle. Von der Feuerwehr Radolfzell musste Atemschutzunterstützung angefordert werden. Die Feuerwehr Kreuzlingen kam zur Unterstützung mit einer Löschgruppe und einer Drehleiter.

Bei einer Außentemperatur von 36 Grad wurden an allen Abschnitten der Einsatzstelle die Getränke knapp und mussten dringend zugeführt werden.
In der gesamten Stadt kam es zu Rauchbelästigungen, bis hin zur Gemeinde Allensbach regnete es Rußpartikel. Über Lautsprecherdurchsagen und den Rundfunk wurde die Bevölkerung gebeten die Fenster geschlossen zu halten.
In der Hardstraße meldeten  Anwohner eine Rauchentwicklung aus einem Gebäude, es stellte sich heraus, dass der Rauch von der Einsatzstelle Schwaketenbad stammte und kein Einsatz der Feuerwehr erforderlich ist.
Die Feuerwehr Kreuzlingen war mit 25 Mann, Radolfzell kam mit 3 und Atemschutz, die Feuerwehr Konstanz mit 150 Einsatzkräften vor Ort und das Technische Hilfswerk setzte 20 Einsatzkräfte ein. Weiter sorgten 20 Kräfte des Malteser Hilfsdienstes für die Versorgung der eingesetzten Kräfte.

Redakteur: km

Bericht der FF Allensbach

In der Nacht des 05.07.2015 um 01:00 Uhr alarmierte die Rettungleitstelle Konstanz die Freiwillige Feuerwehr Allensbach zusammen mit der Abteilung Langenrain-Freudental  zu einer Überlandhilfe nach Konstanz. Dort brach am Morgen des 04.07.2015 um 11:35 Uhr ein Brand im Schwimmbad „Schwaketenbad“ aus, welcher sich im Laufe des Einsatzes zu einen Vollbrand ausdehnte.

Eine 20 Mann starke Gruppe, unter der Leitung von Hans-Christoph Köhne, aus Atemschutzgeräteträgern und Maschinisten der beiden Abteilungen machte sich daraufhin auf den Weg nach Konstanz. Hier lösten sie die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz ab. Die Aufgaben waren die Brandbekämpfung und das ablöschen einzelner Glutnester. 
Ein Trupp unter Atemschutz unterstützte das THW Konstanz beim öffnen der Decken im Außenangriff. Ein weiterer Abschnitt war die Brandbekämpfung über eine Drehleiter. Parallel dazu wurden um das gesamte Objekt mehrere Strahlrohre zum löschen eingesetzt. Die Einsatzkräfte der Abteilungen Allensbach und Langenrain-Freudental waren von 01:00 Uhr bis 09:00 Uhr im Einsatz und wurden im Anschluss durch Kräfte der Feuerwehren Reichenau und Radolfzell abgelöst.

Ab 13:00 Uhr bis 19:00 Uhr waren die Abteilungen Kaltbrunn und Hegne, unter der Leitung von Wolfgang Eckert, mit 15 Mann im Einsatz. Sie lösten die Kräfte der Feuerwehr Reichenau und Radolfzell ab. Sie unterstützen ebenfalls bei den Nachlöscharbeiten.

Aus dem Pressebericht der Polizei (06.07.2015)

POL-KN: Weitere Meldung aus dem Landkreis Konstanz

   Konstanz (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Konstanz und des Polizeipräsidiums Konstanz vom 06.07.2015

   Konstanz

   Großbrand im Schwaketenbad/Ursache noch unklar

   Nach dem Großbrand des Schwaketenbades am vergangenen Samstag, bei dem ein Schaden von mehreren Millionen Euro entstanden ist, haben die Staatsanwaltschaft Konstanz und Beamte der Kriminalpolizeidirektion Friedrichshafen die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

   Das Feuer im Bereich der Dachkonstruktion wurde am Samstagmorgen, gegen 11.30 Uhr entdeckt und von der Feuerwehr Konstanz, die mit einem Großaufgebot ausrückte, zunächst erfolgreich bekämpft. Im Zuge der Suche nach noch vorhandenen Glutnestern entzündete sich der Dachstuhl gegen 18.30 Uhr erneut. Dabei breitete sich das Feuer schlagartig im Gebäude aus und zerstörte das gesamte Schwaketenbad.

   Mehrere Teams der Kriminalpolizeidirektion Friedrichshafen und des Kriminalkommissariats Konstanz  haben am Montagmorgen die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, nachdem erste Überprüfungen bereits unmittelbar nach dem Brand eingeleitet wurden. Ihre Arbeit konzentriert sich derzeit zunächst auf die Feststellung und Befragung von Zeugen. Der Brandplatz selbst kann momentan noch nicht betreten werden, da zunächst Schadstoffmessungen durch das Gewerbeamt erfolgen müssen. Außerdem sind Untersuchungen des
einsturzgefährdeten Gebäudes durch einen Statiker erforderlich. Sobald ein gefahrloses Betreten des Brandplatzes möglich ist, werden Kriminaltechniker und ein von der Staatsanwaltschaft Konstanz beauftragter Sachverständiger die Brandstelle untersuchen. Die Brandursache ist derzeit noch unklar.  Ob ein Zusammenhang mit den durchgeführten Dacharbeiten besteht, kann derzeit nicht gesagt werden. Es handelt sich dabei um eine von mehreren möglichen Optionen, denen die Ermittler nachgehen.

   Schmidt, Tel. 07531/995-1012


OTS:              Polizeipräsidium Konstanz
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Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Konstanz
Telefon: 07531 995-0
E-Mail: konstanz.pp@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/

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