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FF Si Unwetterlage

Die Freiwillige Feuerwehr Singen hatte nach dem Gewitter am 25.7. insgesamt 119 Einsätze abzuarbeiten. Dabei waren über den Zeitraum von 22.00 Uhr am Montag bis Dienstag, 15.00 Uhr weit über 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr, zum großen Teil ohne Pause oder Schlaf, im Einsatz.

Der Großteil der Einsätze betraf vollgelaufene Keller, Tiefgaragen und Aufzugschächte. Dazu kamen ausgelöste Brandmeldeanlagen (teilweise durch Wassereinbruch) und Feuermeldungen, die sich aber glücklicherweise als Fehlalarme durch Wasserdampf o.ä. herausgestellt haben.

Zu Beginn des Unwetters liefen die Unterführungen Haupt-/Rielasingerstraße sowie Güter-/Bahnhofstraße voll und konnten von den, für normale Regenmengen ausgelegten, dort festinstallierten Pumpen nicht abgepumpt werden.
Dadurch wurden diese Stellen auch zur Behinderung für die Einsatzkräfte, da eine Passage von Innenstadt zur Südstadt nur über die Westtangente möglich war. Diese Überflutungen konnten gegen 2 Uhr beseitigt werden, so dass die Unterführungen wieder freigegeben werden konnten. Danach konnten die eingeschlossenen Fahrzeuge, die im Wasser in den ersten Minuten des Regens steckengeblieben sind, auch abgeschleppt werden.

Im Einsatz waren im Singener Stadtgebiet neben der Abteilung Stadt der Freiwilligen Feuerwehr Singen auch die Abteilung Bohlingen, viele Einsätze der Schnelleinsatzgruppen der Hilfsorganisationen, sowie das THW Singen und das THW Radolfzell, sowie natürlich die Polizei und viele städtische Vertreter, so dass insgesamt weit über 180 Personen an der Bewältigung der Schadenslage beteiligt waren.

Oberbürgermeister Bernd Häusler verschaffte sich, zusammen mit seiner Frau, noch in der Nacht einen Überblick über die Lage und unterstützte die Einsatzleitung.

Die Feuerwehr bedankt sich bei allen Bürgern für die Geduld, die diese teilweise bei der Abarbeitung der Einsätze mitgebracht haben. Leider kommt es auch bei solchen Lagen immer wieder zu unschönen Diskussionen mit einzelnen Mitbürgern, die kein Verständnis für die Priorisierung der Einsatzstellen aufbringen, oder nicht akzeptieren, dass die Grundreinigung des eigenen Kellers nicht zu den Aufgaben des Bevölkerungsschutzes gehören.
Die überwiegende Mehrheit der betroffenen Bürgerinnen und Bürger war allerdings dankbar über den Einsatz der rein freiwillig und ehrenamtlich tätigen Angehörigen der Feuerwehr und drückte dieses Lob auch entsprechend aus.


Neben den Einsätzen in Singen hatten alle Umlandgemeinden ebenfalls ein erhöhtes Einsatzaufkommen.
Eine Schätzung zu den verursachten Schäden können wir nicht abgeben.

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