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FF Sto Brand einer Presse

Freiwillige Feuerwehr Stockach
- Pressemitteilung -
18.08.2015 - Stockach
Brand einer Presse
Großeinsatz für die Feuerwehr Stockach

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Pressemitteilung
Am frühen Dienstagabend um 19:18 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr
Stockach zum Brand einer Presse in einem metallverarbeitenden Betrieb in
Stockach gerufen, der sich im Verlauf der nächsten Stunden zu einem sehr
personal- und materialintensiven Einsatz entwickelte.
 
Die fest eingebaute automatische Löschanlage hatte bereits vor Eintreffen
der ersten Einsätzkräfte die Presse mit Wasser beaufschlagt, konnte die
vollständige Löschung jedoch nicht herbeiführen. Einsatzleiter Markus
Rebholz, unterstützt durch die Kreisbrandmeisterin Bettina Koberstein und
später durch die Führungsgruppe der Feuerwehr Stockach, stimmten das weitere
Vorgehen eng mit den Verantwortlichen des Betriebes ab. 
 
Die ersten Versuche, die ca. 20m lange Presse mit Wasser zu löschen, zeigten
nicht die gewünschte Löschwirkung, da das Löschmittel durch die Bauweise der
Presse bedingt, nicht bis zum Pressgut vordrang. Ebenfalls die Löschversuche
mit Schwer- und Mittelschaum zeigten keinen Erfolg. Dabei stellte sich
weniger der offene Brand, sondern der Austritt von prozessbedingt
entstehenden Gasen als Herausforderung dar, die immer wieder Grund für
kleinere Verpuffungen waren.  Es handelte sich im Wesentlichen um die
giftigen und explosionsfähigen Gase Ammoniak und Methan. Das Vorgehen der
Einsatzkräfte unter diesen Voraussetzungen war nur in voller
Schutzausrüstung unter schwerem Atemschutz möglich.
 
Um den Löscherfolg schlussendlich herbeizuführen, wurden die insgesamt 96
Stahlplatten der Presse von Hand nacheinander auseinander geschoben und das
dazwischen befindliche Brandgut abgelöscht. Insbesondere diese
Vorgehensweise erforderte den Einsatz von rund 80 Atemschutzgeräteträgen,
die wechselweise und in Trupps organisiert, diese sehr körperlich
anstrengende Arbeit über Stunden hinweg ausführten.
 
Im zeitlichen Verlauf des Einsatzes wurden weitere Kräfte hinzugezogen um
die erschöpften Feuerwehrfrauen und -männer abzulösen und den Brandschutz im
übrigen Stadtgebiet sicherstellen zu können. Neben der Freiwilligen
Feuerwehr Stockach Abteilung Stadt, waren ebenfalls die Abteilungen
Mahlspüren im Hegau, Hoppetenzell, Zizenhausen, Wahlwies, Espasingen,
Winterspüren, Raithaslach und Mahlspüren im Tal / Seelfingen eingebunden.
Über die Standgrenzen hinaus wurde die Freiwillige Feuerwehr Ludwigshafen
alarmiert und von der Feuerwehr Radolfzell ein Sonderfahrzeug „Atemschutz“
angefordert.
 
Das Technische Hilfswerk Stockach unterstützte durch die Ausleuchtung der
Einsatzstelle und die Ortsvereine Stockach und Hohenfels des DRK sowie der
Rettungsdienst aus Stockach übernahmen die sanitätsdienstliche Versorgung
der Einsätzkräfte.
 
Insgesamt waren in Summe 114 Einsätzkräfte aller Organisationen im Einsatz,
über einzelne Phasen hinweg waren zeitgleich bis zu 70 Einsatzkräfte vor
Ort. Um 02:02 Uhr wurde der Leitstelle die Lagemeldung „Feuer schwarz“
übermittelt und die Einsatzstelle im Anschluss den Betreiber übergeben. Die
vom Brand betroffene Presse zeigte deutliche Schäden, aber ein Totalverlust
wurde durch das Zusammenwirken aller Beteiligten erfolgreich verhindert. Um
4 Uhr am Morgens waren die Aufräumarbeiten und die Herstellung der
Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wieder hergestellt. 

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Diese Pressemitteilung finden Sie auch im Internet unter
http://www.kats-media.org/show.php3?DocID=2916

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Redaktionelle Bearbeitung frei.

Für Rückfragen: Ralf Maier
                Tel. 07771-802-616
                E-Mail presse@feuerwehr-stockach.de

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